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Samstag, 26. Januar 2013

Experiment Wintertomate beendet

Nach mehreren Wochen und einigen Problemen beende ich das Projekt Wintertomate. Um die Worte der NASA zur Apollo 13 Mission zu verwenden:
"Es war ein erfolgreicher Fehlschlag"
Ich konnte Tomaten ernten, die mindestens so gut geschmeckt haben wie die aus dem Supermarkt, die Menge war jedoch dürftig. Zum Teil war der Befall mit Gallmilben schuld, der die Pflanze stark geschwächt hat. Das eingesetzte Licht hat jedoch auch nicht ausgereicht. Vor allem deutlich mehr rot wäre dringend nötig gewesen.

Die gesammelten Erfahrungen und die Technik lasse ich in weitere Experimente fließen. Im Moment beginne ich mit der Anzucht von Salat für die nächste Gartensaison. Ich lasse die Samen in Torfquelltabletten keimen und anschließend kommen sie unter LED Licht, bis sie eine gewisse Größe für die "Auswilderung" erreicht haben.

Hier noch Fotos von einem Teil der geernteten Tomaten. Etwa die gleiche Menge habe ich direkt von der Pflanze genommen und gefuttert.



Sonntag, 25. November 2012

Erste Früchte an den Wintertomaten

Ich habe länger nichts mehr von den Tomaten berichtet, aber es gibt sie noch. Und trotz der Probleme mit den Milben wachsen sie und tragen erste Früchte.

Ich habe die Pflanzen mit Netzschwefel WG eingesprüht. Seit dem scheint der Befall eingedämmt. Neue Blätter zeigen bisher noch keine Anzeichen für einen Befall


Die Pflanzen tragen auch jede Menge Blüten. Es sind sogar so viele, dass ich wohl die Hälfte entfernen werde, damit die Pflanze ihre Energie bündeln kann. Ich bezweifle, dass alle Blüten unter den Bedingungen wirklich durchkommen.


Und beide Pflanzen tragen erste Früchte. Mal schauen, was die werden.



Donnerstag, 18. Oktober 2012

Was ist das Besondere an weißen LEDs?

Als ich vorhin die Paprika und die Tomaten versorgen wollte war ich regelrecht schockiert, als ich die Töpfe hochgehoben habe. Ich habe mit viel gerechnet, aber nicht mit zentimeterlangen Wurzeln, die so kurzer Zeit nach dem Umtopfen schon wieder aus den Löchern kommen.

Und wieder unter den weißen LEDs. Die Wurzeln unter den rot/blauen LEDs sind weniger stark ausgeprägt. Ich weiß nach wie vor nicht, warum das so ist, aber das kann weder ein Zufall noch genetische Unterschiede sein.

Wobei man dazu sagen muss, dass es keine rein weiße Beleuchtung mehr ist sondern eine gemischte mit rot, blau und weiß. Es gibt nur eine Seite mit überwiegend weiß und eine Seite mit überwiegend rot/blau. Durch den breiten Abstrahlwinkel und die Reflektoren kommt das Licht allerdings überall hin.

Trotzdem ist eine rein weiße Beleuchtung nicht ausreichend. Auch das ist bereits klar. Weißes Licht, zumindest weißes Licht von LEDs, liefert einfach nicht genug verwertbare Photonen für die Pflanzen. Auch wenn es uns hell erscheinen mag bringt es der Pflanze wenig. Trotzdem muss das weiße Licht etwas enthalten, was die Pflanze für das Wurzelwachstum braucht oder zusätzlich anregt.

Die Basis bleibt also weiterhin rot und blau, wobei ich in den nächsten Versuchen den roten Anteil noch weiter steigern werde. Ich werde allerdings verschiedene weiße LEDs dazu mischen, wobei die Schwierigkeit besteht, hier vergleichbare Versuchsbedingungen zu erhalten. Wenn ich die Zahl der roten und blauen unverändert lasse und einfach weiße dazu packe ist natürlich klar, dass die mit weißen LEDs dann mehr Licht bekommen als ohne. Hier muss also eine ausgewogene Kombination gefunden werde, damit vergleichbare Bedingungen herrschen. Und hier bin ich noch am lernen, wie man das berechnen muss.


Hier mal ein Video mit Details


Mittwoch, 10. Oktober 2012

Wintertomaten

Damit die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät hier mal ein Foto von den beiden Tiny Tim Tomaten.


Beide haben bisher nur künstliches Licht gesehen. Die linke, etwas kleinere, stand für eine Woche unter den weißen LEDs. Sie ist zwar etwas kleinerer, aber es zeigen sich unten aus dem Topf bereits erste Wurzeln. Bei der größeren ist noch nichts zu sehen.

Auch die Paprika war etwa eine Woche unter den weißen LEDs und es sprießen nur so die Wurzeln unten heraus. Mal wieder ein Hinweis darauf, dass unter den rot/blauen LEDs etwas fehlt. Mein Ziel ist jetzt herauszufinden, was fehlt.

Donnerstag, 20. September 2012

Alles wächst

So langsam machen es sich doch einige Pflanze unter den LEDs gemütlich. Da die blauen LEDs effizienter sind und die Pflanzen laut allgemeiner Lehrmeinung mehr rot als blau brauchen habe ich die Zahl der roten LEDs von 4 auf 8 verdoppelt. Gleichzeitig habe ich den Abstand wieder etwas vergrößert und die zu beleuchtende Fläche wächst langsam.

Einige der Salatpflanzen habe ich jetzt umgetopft. Das ist der größte Salat aus der ersten Aussaht meines letzten Tests vom 28.08., ist jetzt also 23 Tage alt. Andere sind vermutlich aufgrund einiger Probleme mit Schimmel noch nicht ganz so groß.


Diese 12 sind aus dem Experiment am Rand vom 07.09., sind jetzt also etwa 13 Tage alt. Ich habe sie in der Schale angesät und nach der Keimung umgesetzt. Man sieht, dass sie alle relativ gleich groß sind und normal wachsen.



Hier sind die beiden Sprösslinge der Tiny Tim Tomaten für mein Experiment Wintertomaten. Gesät habe ich sie am 14.09. und die Keimblätter sind etwa seit dem 18.09. zu sehen. Seit dem sind sie aber nicht nennenswert gewachsen. Ich nehme an, dass sich jetzt erst einmal die Wurzeln ausbilden.


Mehr aus Neugier habe ich aus einer Paprika die Samen entfernt, getrocknet und mal ein paar davon in Erde gesteckt. Es hat lange gedauert, bis der erste Spross zu sehen war, ich glaube fast 2 Wochen. Die anderen waren noch später dran. Aufgehoben habe ich nur den ersten. So sieht er aus. Wenn man genau hinschaut sieht man in der Mitte den ersten Trieb zwischen den Keimblättern.


Der hat eigentlich nichts mit meinen Experimenten zu tun sondern ist nur mal ein Versuch, ob man aus gekauften Paprika Samen eine Pflanze ziehen kann und wie das so abläuft. Kurz gesagt, Erfahrungen sammeln. Die Frage, ob dann auch brauchbare Paprika herauskämen, wird noch offen bleiben, weil ich nicht glaube, dass ich genug Platz und Licht haben werde, auch noch eine Paprika groß zu ziehen.

Sonntag, 16. September 2012

Teilweiser Fehlschlag und wie es weitergeht

Der aktuelle Test muss zum Teil als Fehlschlag gewertet werden. Er stand von Beginn an unter keinem guten Stern, als von insgesamt 36 Samen nur etwa 12 gekeimt sind. Von diesen 12 machen sich 8 recht gut. Der Freilandversuch ist völlig gescheitert. Die Bedingungen, der Wechsel zwischen Hitze am Tag und Kälte in der Nacht war wohl zu viel.

Das zweite Problem ist die Nachsat. Die Blätter verfärben sich unter beiden LED Lampen. Das Problem dürfte also weniger das Licht sein sondern eher der Dünger, mit dem ich die Erde leicht gedüngt habe. Für die größeren Pflanzen ist das gut, für Keimlinge anscheinend zuviel des Guten.



In einem Experiment am Rand habe ich Samen keimen lassen. Einen Teil der dabei entstandenen Setzlinge habe ich in die Torftöpfe des fehlgeschlagenen Freilandversuches umgesetzt und unter den farbigen LEDs platziert. In diesen Torftöpfen habe ich nicht gedüngt. Diese Setzlinge wachsen unter dem jetzt nicht mehr so intensiven farbigen Licht prächtig.


Damit dürfte die Annahme bestätigt sein, dass der bisherige "Kümmerwuchs" unter den Farbigen LEDs tatsächlich von zu viel Lichtintensität verursacht wurde. Diese 12 Pflanzen sind noch nicht einmal 2 Wochen alt.

Zwischenfazit

Zunächst mal ein Fazit aus den ersten Tests: sowohl weißes als auch farbiges Licht funktioniert, um Pflanzen wachsen zu lassen. Das farbige Licht ist jedoch effizienter. Mit gleicher elektrischer Leistung lässt sich eine größere Fläche bestrahlen. Offen bleibt noch, ob das sogenannte dichromatische Licht, also rot und blau, ausreicht oder ob noch mehr Spektren sinnvoll wären. 

Wie geht es weiter?

Den Test unter den weißen LEDs habe ich abgebrochen, da alle Pflanzen bis auf eine aus der Nachsaht braun wurden. Auch unter den farbigen LEDs entwickelt sich die Nachsaht nicht richtig. Die unterentwickelten Pflanzen werde ich aussortieren. Die 12 Setzlinge aus dem anderen Test entwickeln sich dagegen gut, ich werde also alle Pflanzen weiter wachsen lassen, die noch gut aussehen und vernünftig wachsen.

Als nächstes möchte ich herausfinden, welche Farbkombination besser ist. Bisher arbeite ich jeweils mit einer blauen und mit einer roten LED. Da die blauen LEDs effizienter sind gibt es einen Überschuss an blau. Bei einem Vertical Farming Projekt in Südkorea scheint pro blauer LED mindestens zwei rote LEDs verwendet zu werden. Zum Teil wohl sogar mehr. Ich werde also einen Vergleichstest starten, in dem ich verschiedene Farbkombinationen testen werde. Ich werde allerdings auch weitere Farben hinzufügen und auch farbige und weiße LEDs kombinieren. 

Wie bereits im letzten Post geschrieben habe möchte ich unabhängig davon eine kleine Tomate über den Winter aufziehen. Die soll aber hauptsächlich Tageslicht bekommen und die LEDs sollen die Tageslänge strecken und an trüben Tagen ein Grundniveau erhalten. Ich hab zwei Samen der Sorte Tiny Tim gesät. Beide keimen bereits. Sobald sie groß genug sind kommen sie in einen Topf und an ein Südfenster.

Ach ja, nach dem Salat will ich natürlich auch noch andere Pflanzen testen. Neben verschiedenen Salatsorten auch Spinat, Blumenkohl oder verschiedene Kräuter. Wenn das alles nur nicht so lang dauern würde...

Wie auch immer, ich hab noch einiges vor bis zur nächsten Gartensaison.

Donnerstag, 13. September 2012

Wintertomaten

Nach mehreren kleinen Experimenten kommt jetzt ein größeres. Ich möchte jetzt im Winter Tomaten ernten.

Mir ist klar, dass es ein hoch gestecktes Ziel ist, aber Versuch macht kluch oder so ähnlich ;)

Ich habe hier ein paar Samen der Tomatensorte Tiny Tim, eine spezielle kompakte Sorte für den Containeranbau, auf deutsch also für Blumenkübel. Zwei von diesen Samen säe ich an, zunächst in einem Mini Gewächshaus auf einer Fensterbank. Sobald die Pflanzen sichtbar keimen bekommen sie Unterstützung durch LEDs. Das Experiment soll also nicht ausschließlich mit LEDs ablaufen sondern mit Tageslicht an einem Südfenster und mit LEDs zur Unterstützung. Wenn die Pflanzen groß genug sind kommt die größte in einen Topf mit Tomatenerde.

Als LEDs verwende ich ausschließlich blau (450nm) und rot (656nm). Auf einen Kühlkörper kommen jeweils zwei blaue und 3 rote. Die Zahl der Kühlkörper und damit die Zahl der LEDs wird an die Größe der Pflanze angepasst. Je größer die Pflanze umso größer mehr LEDs.

Um das Licht besser auszunutzen kommt hinter die Pflanze eine "Spanische Wand", deren Innenseite verspiegelt ist.

Bis die ersten sichtbaren Ergebnisse vorliegen werden wohl aber einige Wochen vergehen.